Spinalkanalstenose

Eine Spinalkanalstenose ist eine Rückenmarkskanalverengung, die sich durch Rückenschmerzen oder Taubheitsgefühle bemerkbar machen kann. Hier erfahren Sie mehr über Ursachen, Symptome und Behandlung von Spinalkanalstenosen.

Definition

Rückenschmerzen

Mediziner bezeichnen eine Spinalkanalstenose auch als spinale Stenose oder Spinalstenose. Spinal steht für die Wirbelsäule betreffend, Stenose bedeutet Verengung. Spinalkanalstenosen sind Verengungen des Rückenmarkkanals.

Spinalkanalstenosen betreffen vor allem den Bereich der Lendenwirbel. Daher sind Schmerzen im unteren Rücken und in den Beinen das häufigste Symptom von Spinalkanalstenosen. Diese bessern sich meist im Sitzen oder wenn der Oberkörper vorgebeugt wird. Aus diesem Grund gehen auch viele Betroffene in einer nach vorn gebeugten Schonhaltung. Zuweilen zeigen sich die Stenosen aber auch im Bereich der Hals- und selten auch Brustwirbelsäule.

Symptome

Spinalkanalstenosen machen sich meist durch Rückenschmerzen bemerkbar, die vor allem beim Gehen und Stehen sowie aufrechten Sitzen auftreten. Die Beschwerden können gering ausgeprägt sein. Nicht selten schränken Spinalkanalstenosen aber stark ein und begrenzen die schmerzfreie Gehstrecke auf weniger als 100 Meter. Verengungen des Rückenmarkskanals machen sich mitunter durch erste Symptome wie Missempfindungen von Kribbeln oder Taubheitsgefühlen in den Zehen, Füßen oder Beinen bemerkbar. Bei stark ausgeprägten Spinalkanalstenosen können die durch den Rückenmarkskanal verlaufenden Nerven so weit geschädigt werden, dass Betroffene Stuhl (Stuhlinkontinenz) und/oder Harn (Harninkontinenz) nicht mehr halten können. Bei Männern sind Erektionsstörungen nicht selten.

Ursachen

Spinalkanalstenosen treten mit zunehmendem Alter sehr häufig auf. Ursache der Rückenschmerzen sind alterungs- und abnutzungsbedingte (degenerative) Veränderungen der Wirbelsäule. Insbesondere durch den Verschleiß der Bandscheiben, die mit zunehmendem Alter breiter und flacher werden, verringert sich das Raumangebot in der Wirbelsäule. Dadurch wird der Rückenmarkskanal eingeengt. Zusätzlich leiden auch Bänder und Sehnen. Das kann so weit führen, dass Wirbelkörper sich gegeneinander verschieben. Mediziner sprechen von Spondylolisthesis, in der Umgangssprache ist von Wirbelgleiten die Rede.

Behandlung

Die Behandlung von Spinalkanalstenosen richtet sich danach, wie schwer die Wirbelsäule bereits geschädigt ist. In den meisten Fällen bewährt es sich, die Rückenschmerzen mit Schmerzmitteln wie Paracetamol, Diclofenac und Ibuprofen zu lindern. Zuweilen werden auch örtliche Betäubungsmittel und Kortisonpräparate in die äußere Hülle des Rückenmarks injiziert. Die medikamentöse Behandlung sollte durch eine Physiotherapie ergänzt werden. Ziel der Krankengymnastik ist es, vor allem die Muskulatur von Bauch und Rücken so zu stärken, dass die Wirbelsäule besser gehalten wird.

Fortgeschrittene Spinalkanalstenosen werden mitunter operativ versorgt. Das gilt vor allem bei ausgeprägtem Wirbelgleiten.

Autor: Charly Kahle

Stand: 11.01.2018

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